Junge Afrikaner sind dabei, ein großes Gesprächsthema zu werden. Wofür ?
Eine boomende Bevölkerungsgruppe
Weil diese Bevölkerungsgruppe boomt. Fast 60 % der Afrikaner sind unter 25, verglichen mit 27 % der Europäer. Das Durchschnittsalter in Afrika liegt bei 18 Jahren, verglichen mit 35 Jahren in Nordamerika. Bis 2050 werden Afrikaner südlich der Sahara ein Drittel aller jungen Menschen auf der Welt ausmachen.
Ungenutztes Potenzial
Diese wachsende Gruppe repräsentiert sowohl potenzielle Kunden als auch eine erschwingliche, ungenutzte Arbeitskraft. So können Unternehmer von dieser afrikanischen Jugend profitieren.
Junge Verbraucher
Die erste Chance, die sich bietet, ist der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, die sich an junge Menschen richten. Nicht nur die Jugend in Afrika wächst, auch die Haushalte konsumieren und geben jedes Jahr mehr aus.
Verbrauchertrends
Der Internetzugang nimmt zu, die Urbanisierung schreitet rasant voran und viele Verbraucher verlagern den informellen Einzelhandel (z. B. lokale Märkte) in Einkaufszentren, was zu einem völlig neuen Ausgabeverhalten führt.
Hier einige Beispiele für dieses nahezu unbegrenzte Potenzial:
- 👰 Die riesige Hochzeitsbranche in Nigeria,
- 👟 Der boomende Sneaker-Markt in Südafrika,
- 📈 Wachsende Nachfrage nach E-Commerce.
Talent in Hülle und Fülle
Bis 2040 wird Afrika jeden Monat zwei Millionen neue Arbeitsplätze benötigen, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten. Es gibt mehrere Gründe, warum globale Unternehmen von diesem Trend profitieren möchten.
Aus der Gelegenheit entsteht die Idee
Beispielsweise könnte die alternde Bevölkerung Europas mit einem Arbeitskräftemangel konfrontiert sein. Es gibt Agenturen, wie die von George Burgess gegründete: Modern Day Talent, ein Startup, das die Rekrutierung von Talenten in Südafrika für europäische Unternehmen sucht und erleichtert.
Er sagt, südafrikanisches Talent:
- 👉 Kostet 50 % weniger als britische Talente oder zwei Drittel der europäischen Talente,
- 👉 Ist reichlich vorhanden, von hoher Qualität und englischsprachig.
Darüber hinaus liegt Südafrika wie viele afrikanische Länder in derselben Zeitzone wie Europa.
Drei Bereiche mit Möglichkeiten
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Spezialisieren. Sie könnten eine Agentur gründen, die französisch- oder arabischsprachige Afrikaner mit Arbeitgebern in wohlhabenderen Ländern zusammenbringt, oder sich auf eine bestimmte, stark nachgefragte Fähigkeit konzentrieren, beispielsweise Ergotherapie.
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Mitarbeiterunterstützung. Erfüllen Sie die Bedürfnisse von Remote-Fachkräften mit Coworking Spaces, Laptop-Finanzierung oder speziellen Lösungen für Mitarbeitervorteile.
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Fähigkeiten entwickeln. Die Nachfrage nach Hochschulbildung boomt, aber afrikanische Universitäten können nicht mithalten. Sie könnten eine Programmierschule gründen, Fernunterricht ermöglichen oder eine Online-Sprachschule einrichten, um Afrikanern die Fähigkeiten zu vermitteln, die sie für den Einstieg in den lokalen, US-amerikanischen oder europäischen Arbeitsmarkt benötigen.
Ein Kontinent der Start-ups
Afrikaner sind Unternehmer und aktive Nutzer von Technologie. Vor der Pandemie waren 22 % der Menschen im erwerbsfähigen Alter Unternehmer (im Vergleich zu 16 % in den Vereinigten Staaten). Und die Finanzierung von Technologie-Start-ups steigt sechsmal so stark wie der weltweite Durchschnitt.
Angesichts der begrenzten Anzahl verfügbarer Arbeitsplätze und der wachsenden Jugendbevölkerung zeichnet sich wahrscheinlich eine neue Generation von Unternehmern ab.
Sie können sich Mentoring-Programme wie One Day, Veranstaltungen wie Latitude59 oder die Africa Entrepreneur Conference, Communities wie Trends oder auf afrikanische Start-ups zugeschnittene SaaS-Tools ansehen.
Aber natürlich ist Afrika riesig und vielfältig, sodass sich nicht überall Chancen ergeben. Sie haben vielleicht noch nie an die jungen Menschen von Rabat, Abidjan und Gqeberha gedacht, geschweige denn an Geschäfte in Afrika. Aber da junge Afrikaner einen wachsenden Anteil der Weltbevölkerung ausmachen, muss die Welt aufstehen und aufmerksam werden.












